Das „Interkulturelle Gartenfest“ in Flammersfeld fand in diesem Jahr schon zum dritten Mal statt und ist damit schon fast zu einer Tradition geworden. Wegen schlechter Wetterprognosen wurde kurzfristig das frisch renovierte Bürgerhaus mit einbezogen, was sich als echten Glücksgriff erwies. Etwa 200 Besucher wurden an einem Büffet mit internationalen Speisen versorgt, alle waren begeistert von der Vielfalt der Köstlichkeiten, die mehrheitlich von Geflüchteten gespendet worden waren. Ergänzt wurden diese Fingerfood-Gerichte durch Pizza und Fladenbrote, die im Holzofen des Backhauses im Garten zubereitet wurden, auch hier von einem internationalen Team, unterstützt vom ehemaligen Bäcker Karl Kölschbach aus Flammersfeld.
Organisiert wird das Gartenfest am Raiffeisenhaus von der Flüchtlingshilfe Flammersfeld gemeinsam mit dem Verein MachMit und der Gartengruppe der Lebenshilfe. Durch großzügige Unterstützung von Verbandsgemeinde, Beirat für Migration und Integration des Kreises und der Aktion Neue Nachbarn der Caritas Rhein-Sieg können die Einnahmen fast vollständig als Spenden für die Flüchtlingshilfe verbucht werden. Die Grußworte von Rolf Schmidt-Markoski in Vertretung des VG-Bürgermeisters Fred Jüngerich und von Ortsbürgermeister Manfred Berger verdeutlichten nochmal, worum es bei dem Fest eigentlich geht: die Begegnung von Menschen in der Mitte der Gemeinde Flammersfeld, zu der alle eingeladen sind und niemand ausgeschlossen ist. Welcher Ort könnte dazu besser geeignet sein, als die ehemalige Wirkungsstätte von Friedrich Wilhelm Raiffeisen? Das von der Verbandsgemeinde verwaltete Raiffeisenhaus mit seinem schönen Garten und das von der Ortsgemeinde frisch renovierte Bürgerhaus stellen einen idealen Ort für Begegnungen dar. Das interkulturelle Gartenfest ist ein Musterbeispiel für gelebte Inklusion.